Lass deine Träume wahr werden — Träume brauchen Räume

Ich war sofort Feuer und Flamme. „Lass deine Träume wahr werden“, das passt zu mir. Vor allem mit der Wortwahl „wahr werden lassen“ anstelle von „verwirklichen“, „umsetzen“ oder ähnlichem hat Lucie mich gekriegt.

Lucie liebt wilde Ideen und hilft, Wünsche und Träume von ganz vielen Menschen zu verwirklichen. Zum „Lass Deine Träume Wahr Werden“-Tag in diesem Jahr veranstaltet sie deshalb eine Blogparade.

Ich wollte unbedingt dabei sein und fing mit den Vorbereitungen sofort an, schön viel Vorlauf. Und dann geschah erst mal nichts. Fünf Male habe ich innerlich geschmissen und mir gesagt „Ach, lass es doch. Nutze deine kostbare Zeit und Energie für andere Dinge.“ Und doch ließ mich dieser Text nicht los, wie du jetzt sehen kannst. Gäbe es keine Deadline für diesen Beitrag, so würde er wahrscheinlich noch Jahre — wahrscheinlich sogar für immer und ewig — in mir schlummern. Niemals das Licht anderer Geister erblicken, um schließlich vergessen zu werden, wie so viele Wünsche, Ideen und Träume.

Danke, Lucie, dass du den Raum für diesen Beitrag erschaffen hast!

Mein Problem mit den Wünschen und Träumen

Frage mich, was ich mir zum Geburtstag wünsche. Du wirst wahrscheinlich keine brauchbare Antwort bekommen. Ich finde es unheimlich schwierig so einen Wunsch zu äußern, selbst wenn ich danach gefragt werde. Meistens habe ich sogar Wünsche, aber welcher davon ist jetzt wohl passend? Angebracht? Welchen will ich mir selbst erfüllen? Welcher ist gerade der wichtigste? Welcher ist wohl realistisch? Welcher soll noch reifen? Hm.

Dieses „Problem“ betrifft auch nicht nur Materielles: Sternschnuppen lösten lange Zeit meines Lebens regelrecht Stress in mir aus. Was wünsche ich mir bloß? Wunschlos glücklich bin ich doch auch irgendwie nicht?

Entsprechend überfordert war ich mit einer der Aufgaben bei meiner praktischen Staatsexamensprüfung. Ich hatte 30 Minuten Zeit einen ca. 15 minütigen Vortrag vorzubereiten. Thema: Meine Wunschschule. Für viele eine Traumaufgabe, ich hätte mir eine andere gewünscht.

Mittlerweile sehe ich deutlichere Fragen hinter diesem emotionalen Schwall: Was darf ich mir wünschen? Will ich das überhaupt? Was ist mit der Kehrseite („Be careful what you wish for!“)? Was geht mir durch die Lappen, wenn ich mich für dieses oder jenes entscheide? Hab ich das verdient? Ist das überhaupt realistisch, wie soll das gehen? Sollte ich mir nicht etwas für andere Menschen wünschen?

Trendiges Stichwort dazu: Glaubenssätze. Und Hemmungen. Das klingt krampfig. Nicht schön. Nicht überzeugend. Nicht nach wünschen und träumen.

Träumblockade — Was jetzt?

Dabei habe ich doch Bock auf wünschen und träumen. Und ich träume auch davon, sie frei zu äußern. Was mache ich jetzt mit diesem Problem? Meine Lösung scheint vielleicht etwas absurd: Nein, ich analysiere nicht, warum ich solche Hemmungen habe, ob es am Träumen oder am Wünsche äußern liegt. Welche Mindfaxen dahinter stecken.

Stattdessen frage ich mich: Was will ich? Wo will ich hin? Wenn ich einen Wunsch frei hätte; wie würde ich traumhaft reagieren auf die Frage „Was wünschst du dir?“. Durch Träumen Träumen lernen.

Da schossen mir wieder Lucies Worte „wilde Ideen“ durch den Kopf. Ja, wild und frei träumen und wünschen, das will ich! In meiner Vorstellung lasse ich es einfach so fließen. Ich bin im Flow, ich bin begeistert davon und teile meinen Traum. Das gibt mir Kraft und ich strahle. Realistisch? Egal! Peinlich? Pah! Verrückt? Juhu! Egoistisch? Was, wieso?

Träume brauchen Räume

Alleine die Vorstellung, meine Vision, so zu träumen, braucht Zeit. Wie auch das Schreiben dieses Textes. Zeit, den Kopf dafür und einen Raum. Und da wäre ich wieder bei „Träume wahr werden lassen“: Meine Träume und Wünsche brauchen einen schützenden und nährenden Raum, um zu gedeihen und um schließlich wahr zu werden. Ein Treibhaus, einen Nährboden, liebevolle Gesellschaft. Traumhafte Bedingungen sozusagen.

Während ich darüber nachdenke und schreibe merke ich: Da ist es doch wieder, mein Thema. Ich liebe es, solche Räume zu gestalten. Traumhafte Räume, tolle Bedingungen schaffen, zum Träumen und Wünschen, aber auch zum Öffnen, zum Lernen und zum Verbinden.

Mein großer Traum

Anstatt über meine kleinen Träume des Alltags zu schreiben (Gibt es kleine Träume?), oder die Wünsche meines Kindes, die wir im letzten Jahr erfüllt haben, oder weitere Ideen meiner fünf Anläufe dieses Beitrages, lasse ich meinen großen, lang gehegten Traum frei:

Ich träume schon lange davon und ich wünsche mir „Räume“ zu erschaffen mit den besten Bedingungen für Mamas kleiner Kinder. Gelegenheiten für uns Mamas wir selbst zu sein, uns wohlzufühlen, uns zu verbinden und auszutauschen, zu bestärken und zu verändern. Ohne uns mit Ratschlägen umzuhauen. Räume mit vielen Lösungen und Möglichkeiten.

Ich wünsche mir, dass diese „Räume“ uns alle stärker und gesund machen. Körperlich, emotional, geistig, in allem, was uns ausmacht. Mit „stark“ meine ich nicht aushalten oder ertragen können, sondern lebendig sein. Dass wir Mamas uns darin trauen zu träumen und zu wünschen, aber auch Problemen ins Auge zu schauen. Gutes Coaching erschafft einen solchen Raum.

Ich träume davon, mit Coaching ganz vielen Mamas zu helfen lebendiger zu werden und sich auch so fühlen. Mit „lebendig“ meine ich das Gegenteil von „den Tag überstehen“. Ich meine genießen und lachen. Ich meine damit, dass eine lebendige Mama, wenn sie das will, ihr Kind tragen kann. Dass sie, wenn sie es so will, genug Geduld und Kraft hat, ihr Kind durch Melt-Downs und Abenteuer zu begleiten. Dass sie mit den Kindern und ihrem Körper gerne an den Strand oder ins Schwimmbad geht, wenn sie Bock hat. Dass sie mit ihren Kindern draußen die Welt erkunden kann.

Ich meine damit, dass sie ein Vorbild sein kann, wann immer sie möchte, sich mit anderen treffen kann, arbeiten kann, an Kultur und Gesellschaft teilhaben kann, falls sie das will. Das alles eben nicht auf Kosten ihrer langfristigen Gesundheit. Oder durch erzwungene Kompromisse in Bereichen, die dieser einen Mama wichtig sind, wie zum Beispiel Kinderbetreuung.

Und falls sie etwas nicht kann, dass sie weiß, wie sie das ändern kann. Wo Unterstützung und Hilfe, wo Energiebooster warten. Und dass sie auch mal nicht können kann.

Denn ich bin davon überzeugt, dass die Welt die Stimmen, Werte, Ideen, Träume und Wünsche der Mamas braucht. Wenn wir Mütter nicht für unsere Bedürfnisse und Zukunft und die unserer Kinder einstehen, wer dann?

Mein persönlicher Traum ist, von diesem „Räume schaffen“ leben und meine Familie versorgen zu können. Ich will dadurch Wünsche erfüllen und meinen Kindern die Welt zeigen können. In großartige Projekte anderer Mütter investieren können. Vor allem will ich wirklich und wahrhaftig helfen. Außerdem will ich genug Zeit und Raum für meine Familie und Freunde haben. Mehr als genug, um meine eigene Lebendigkeit zu füttern und gesunde Gewohnheiten zu pflegen. Die Möglichkeit und Freiräume haben zu lernen, herumzuspinnen und Ideen zu verwirklichen, das wünsche ich mir.

Was brauche ich dieses Jahr, um diesen Traum wahr werden zu lassen?

Zuerst brauche ich einen Plan. Den habe ich auch, zumindest die nächsten Schritte, die nächsten Monate.

Unterstützung brauche ich auf jeden Fall. Alleine werde ich nicht weit kommen. Auf dem Arm von Lena Busch, die für mich meine Online-Business-Mama ist, und in ihrer Community aus gleichgesinnten Müttern (und ein paar Papas) sind solche Träume wie meiner gut aufgehoben.

Vielleicht kannst du mir auch helfen? Ich habe kürzlich eine anonyme Umfrage an Freundinnen verschickt, um mich besser fokussieren zu können und mit meinen Plänen nicht an anderen Mamas vorbeizudenken. Magst du sie auch noch beantworten oder sie an dir bekannte Mamas von kleinen Kindern weiterleiten? Ich bin total baff, was die bisherigen Antworten angeht, will aber noch nicht zu viel verraten, um die weiteren Antworten — vielleicht ja deine — nicht zu beeinflussen.

Klicke hier, um zur anonymen Umfrage zu kommen. Den Link darfst du gerne teilen.

Ich freue mich auch immer über Mamagesundheit und verwandte Themen zu reden und mich auszutauschen. Wenn es dir auch so geht und du Lust auf einen Schnack mit mir hast, melde dich gerne bei mir.

Und auch Feedback, das meinen Traum nicht vollkommen zertrampelt, ist immer super hilfreich und bei mir herzlich willkommen.

Plan und Unterstützung tragen schon mal gut zum wahr werden lassen meines Traumes bei. Letztendlich liegt es an mir, meinen Traum wie meine Kinder und mich zu behüten, zu nähren, zu fördern, zu fordern, zu akzeptieren, für ihn einzustehen … und ihn zu lieben.

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