Du bist müde, aber kannst nicht einschlafen? 13 Gründe – und was dir heute wirklich hilft

Die Kinder schlafen. Der lange Tag will sich langsam verabschieden, steht aber noch unschlüssig in der Tür: Du liegst im Bett, du könntest und müsstest jetzt schlafen, doch es klappt nicht. Du kannst einfach nicht einschlafen, obwohl du fix und fertig bist.

Früher am Tag hättest du gefühlt schon 100 Male wegratzen können. Bei der Einschlafbegleitung hast du die Müdigkeit in den Augen gespürt. Jetzt aber fühlt sich zumindest dein Kopf gar nicht schlafbereit an … du merkst, wie du erst beunruhigt bist, dann immer genervter und frustrierter wirst, bist du fast verzweifelst.

Kenne ich, hasse ich, und fühle mit dir … und mit uns wahnsinnig viele Frauen. Die allermeisten nehmen es hin. Als gegeben, nicht änderbar. Quasi als Preis der Mutterschaft oder – stelle sich das mal jemand vor – zusätzlich noch zu arbeiten, noch irgendwie Ich selbst leben zu wollen.

Doch du fragst nach, suchst nach Lösungen und Möglichkeiten. Und ich sage dir: Es gibt sie!

Warum nur müde sein zum Einschlafen nicht reicht

Schlaf funktioniert nicht wie ein
Lichtschalter, eher wie ein Steuerpult im Cockpit.

Für den Überblick, blende die ganzen Knöpfe und Schalter aus und stelle dir nur zwei Hebel vor:

Müdigkeit und Wachheit.

Damit Schlaf kommt, muss müde an sein und wach aus. Nicht unbedingt hundertprozentig,
aber tendenziell.

Du kannst also nicht einschlafen, obwohl du müde bist. Sondern, weil du zu wach bist. Das ist ein Unterschied und kann gleichzeitig stattfinden. Jackpot also.

Doch was genau bedeutet zu wach? Welche Mechanismen bedient der Wach-Hebel?

Was sind also die Ursachen, dass du gerade nicht schlafen kannst, obwohl du hundemüde
bist?

13 konkrete Ursachen, warum du trotz Erschöpfung nicht einschlafen kannst

Zu wach kommt wahrscheinlich von einem oder mehreren dieser Punkte:

Punkt 1:

Deine innere Uhr, der zirkadiane Rhythmus, ein wahnsinnig mächtiges Schaltzentrum im Gehirn, ist voll durch den Wind und sagt an: Jetzt ist Wachzeit. Da kannste lange atmen und regulieren und dich sonst wie auf den Kopf stellen. 😉

Konkret zum Beispiel:

  • Deine Schlafenszeit passt nicht zu deinem Chronotypen (wie deine innere Uhr von Natur aus tickt).
  • Dein Alltag mit Aktivitäten, Mahlzeiten, Tageslicht uvm. beißt sich mit deinem Chronotypen.
  • Du willst abends einfach noch nicht schlafen … nur noch ein bisschen was anderes machen.

Punkt 2:

Du bist im wachsamen Flucht- oder Kampf- Modus: Nicht wegen wilder Tiere, sondern wegen lauernder To-Dos, schwelender Konflikte, beängstigender Sorgen und dergleichen. Aber die alle ignorieren? Schwiiierig.

  • Du stehst langfristig unter Strom, hast tausend Sachen im Kopf und zu regeln.
  • Du hast zu wenig Zeit für dich … zu wenig Zeit überhaupt für alles.
  • Du ärgerst dich über die Aufteilung von Haushalt und Sorgearbeit in deiner Familie.
  • Eure Zubettgehzeit als Familie ist emotional aufwühlend und anstrengend für dich.
  • Du hast finanzielle Sorgen.
  • Du fühlst dich unwohl in deinem Job oder hast Stress bei der Arbeit.

Punkt 3:

In deiner Schlafumgebung steht etwas und lässt den Schlaf nicht rein wie ein Türsteher. Keine Diskussion.

  • Es ist zu warm … oder dir ist zu warm an deinem Schlafplatz.
  • Du blickst vom Bett aus direkt auf Unordnung, dein Handy oder sonstig Alarmierendes.
  • Dein Mann schnarcht.

Punkt 4:

Krankheiten, Medikamente, falsch oder unpassend dosierte Nahrungsergänzungsmittel oder ähnliches:

Wenn du häufig nicht einschlafen kannst, suche dir ärztliche oder schlafmedizinische Hilfe. Zumindest um schlimmere Ursachen auszuschließen und dich individuell beraten zu lassen.

Meine Artikel und Angebote sind nur zur Information gedacht und keine Alternative zur ärztlichen Diagnose, Beratung oder Behandlung.

Du musst dir deinen Schlaf nicht verdienen

Stopp! Suche jetzt nicht danach, was du falsch gemacht haben könntest. Was an deinem Körper oder Schlaf kaputt sein könnte.

Grübel nicht, ob der späte Kaffee deinen zirkadianen Rhythmus verwirrt hat.

Du bist weder faul, noch falsch, wenn du dich zu wenig bewegt hast oder kaum draußen warst.

Und auch wenn du alles alles „richtig“ gemacht hast. Du hast weder versagt noch war etwas „umsonst“.

Du bist richtig. Du bist gut. Du bist wertvoll. Du musst dir deinen Schlaf nicht verdienen.

Noch mal, und dann dazu, was jetzt wirklich relevant ist:

Du bist richtig. Du bist gut. Du bist wertvoll. Du musst dir deinen Schlaf nicht verdienen.

Was wirklich zählt: Was machst du daraus?

Wie gehst du jetzt damit um nicht einzuschlafen, obwohl du saumüde bist? (Sofort umsetzbar)

Ich gebe dir EINE Möglichkeit an die Hand, was du jetzt machen kannst.

Keine Liste von Hacks, Tipps, Routinen, Rezepten, Empfehlungen.

Denn: Was weiß ich, warum du gerade nicht schlafen kannst?!

13 halbwegs willkürliche Ursachen habe ich dir aufgezählt, und könnte locker 113 oder 1113 konkrete Beispiele daraus machen.

Und ja, ich empfehle dir, dich zumindest auf längere Sicht um deine individuellen Ursachen der Einschlafprobleme zu kümmern.

Doch das wird dir jetzt sofort alles nicht helfen.

Zum Glück gibt es da etwas, das mich immer wieder erstaunt. Und ich verrate es dir gleich. Es ist keine Zauberpille. Aber wenn irgendwas so nah ran kommt an Wundermittelchen, wie es geht, dann das.

Nicht nur für diese besondere Alle schlafen und ich liege wach-Situation. Es ist etwas, das mir in verschiedensten schwierigen Situationen hilft.

Und ich wage zu behaupten: Dir auch. Wissenschaft ist da auf meiner Seite.

Es lässt dich nicht auf Knopfdruck schlagartig einschlafen — was übrigens auch eine ziemlich schlafabweisende Erwartung ist. Mit dieser Einstellung wirst du nicht gut einschlafen können, egal mit welcher raffinierten Technik.

Es hilft dir mit deiner Herausforderung Frieden zu schließen. Gelassener darauf zu reagieren. Dich nicht in (Selbstmit-) Leid zu suhlen. Dir emotional zu ermöglichen, etwas lösungsorientiertes auf die Beine zu stellen.

Es ist Selbstmitgefühl.

Aber Achtung: Nicht Selbstmitleid. Nicht nur Ich habe Verständnis für mich. Nicht reines Okay, ich nehme die Situation an, wie sie ist.

Ich meine Selbstmitgefühl (self compassion) nach Kristin Neff, Psychologieprofessorin und Pionierin in diesem Gebiet.

Nach ihr (und womit ausgiebig geforscht wurde und wird) gehören zum Selbstmitgefühl:

1. Achtsamkeit, oder die Situation als Leid zu erkennen und anzunehmen.

2. Gemeinsames Menschsein. Sperrig auf Deutsch. Stelle dir dafür ein Gefühl der Verbundenheit mit allen Menschen vor. Erkennen und spüren, dass deine Situation menschlich ist.

3. Selbstfreundlichkeit. Verständnisvoll und freundlich, tröstend mit dir selbst umgehen.

Die drei zusammen, z. B. als kleines Selbstgespräch, kurze Übung. Statt Gedankenkarussell und krampfhaften Ablenkversuchen. Das ist es.

Das, was dir wahrscheinlich am besten hilft und am meisten bringt, wenn du nachts wachliegst und nicht einschlafen kannst.

In SOS nachts wachliegen habe ich es dir als konkrete Anleitung mit Beispielsätzen verpackt, schriftlich und als Audio.

Für deine Sicherheit – und meine

Wie du oben schon gelesen hast: Es kann hunderte Ursachen für deine Schlafprobleme geben. Für dich als Mutter mit riesigem Mental Load, von der emotional, geistig und körperlich täglich Superwoman-Leistungen gefordert werden, sind einige Gründe wahrscheinlicher als andere.

Dennoch, ich kann nicht wissen, was bei dir gerade noch so los ist. Und ich darf auch keine Diagnosen stellen oder therapeutisch handeln.

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